Verantwortung übernehmen heißt abwägen – nicht symbolisieren.
Die erneute Kostensteigerung beim Teilneubau der Hubertusschule stellt Verwaltung und Politik vor erhebliche Herausforderungen.
Als Liberale sind wir uns unserer besonderen Verantwortung für solide und verlässliche Finanzen bewusst. Gerade angesichts der angespannten Haushaltslage müssen Ausgaben streng kontrolliert werden.
In dieser Situation wirkt eine Ablehnung der Vorlage auf den ersten Blick plausibel.
Doch wir sind überzeugt: Eine rein symbolische Ablehnung hätte das eigentliche Problem nicht gelöst.
Stattdessen haben wir uns dafür eingesetzt, konkrete Verbesserungen im Controlling und in der Projektsteuerung auf den Weg zu bringen.
Diese Maßnahmen wurden gemeinsam mit den anderen Fraktionen im Rat vereinbart und sollen künftig verhindern, dass vergleichbare Kostenentwicklungen erneut auftreten. Dazu gehören u. a. engere politische Begleitung, bessere Transparenzstrukturen und ein früheres Eingreifen bei Abweichungen.
Zugleich war für uns klar:
Die notwendigen Veränderungen dürfen nicht zu Lasten der Schule gehen.
Kinder, Lehrkräfte und Familien brauchen eine verlässliche Perspektive und dürfen nicht erneut durch Verzögerungen oder Verschlechterungen belastet werden.
Mit unserer Zustimmung folgen wir daher einem doppelten Prinzip:
Verantwortungsvoller Umgang mit Steuergeld – und Schutz der unmittelbar Betroffenen.
Wir werden die Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen weiterhin eng begleiten und sicherstellen, dass die Politik ihre Kontrollfunktion wahrnimmt.
Denn gute Politik zeigt sich nicht im lauten Nein, sondern im verantwortungsvollen Gestalten.

