Angesichts der angespannten Haushaltslage setzt sich die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Willich für mehr Transparenz bei politischen Entscheidungen ein. Ziel einer Initiative der Liberalen ist es, in zukünftigen Sitzungsvorlagen klar zu kennzeichnen, ob es sich bei Aufwendungen der Stadt um gesetzlich verpflichtende Ausgaben oder freiwillige Leistungen handelt.
Durch diese Differenzierung sollen Ratsmitglieder und Ausschüsse besser nachvollziehen können, wo kommunale Gestaltungsspielräume bestehen und an welchen Stellen gegebenenfalls Einsparpotentiale liegen. Insbesondere freiwillige Leistungen seien ein wichtiges politisches Instrument, müssten aber bewusst priorisiert und verantwortungsvoll eingesetzt werden.
Ein entsprechender Ansatz wird bereits andernorts verfolgt: Sowohl der Kreis Viersen als auch die Stadt Kempen haben beschlossen, dieser Transparenz-Strategie zu folgen.
„Vor dem Hintergrund der drohenden Haushaltssicherung ist es umso wichtiger, einen genauen Überblick darüber zu erhalten, wie sich die finanziellen Leistungen der Stadt zusammensetzen“, erklärt der Willicher FDP-Fraktionsvorsitzende Hannes Zühlsdorff.
Die FDP sieht in dem Vorstoß einen praktikablen Ansatz, um Haushaltsdebatten transparenter und kostenbewusster zu führen, ohne dabei politische Gestaltungsmöglichkeiten grundsätzlich infrage zu stellen.











